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Die folgende Darstellung soll nur einen Überblick geben und kann eine genaue Prüfung der Sach- und Rechtsfragen im Einzelfall nicht ersetzen.

Schriftform-Erfordernis
Nach § 585 a BGB bedarf ein Landpachtvertrag, der für länger als 2 Jahre geschlossen wird, der Schriftform. Wird dies nicht beachtet, gilt der Vertrag als für unbestimmte Zeit geschlossen. Dies bedeutet, dass er von jedem Vertragsteil spätestens am dritten Werktag eines Pachtjahres für den Schluss des nächsten Pachtjahres gekündigt werden kann, § 594 a BGB.
Es gilt dann also im Zweifel eine knapp 2jährige Kündigungsfrist.
Zur Schriftform gehörte nach früherer Rechtsprechung bei einer aus mehreren Blättern bestehenden Urkunde deren feste körperliche Verbindung. Davon kann heute keine Rede mehr sein. Wenn ein mehrseitiges Schriftstück dieselbe Schrifttype hat sowie über fortlaufende Seitenzahlen und einen dem Seitenumbruch logisch folgenden Text verfügt, reichen Unterschriften auf der letzten Seite aus. Wer vorsichtig ist, paraphiere jedes Blatt. Bei Anlagen ist auf die feste Verbindung mit dem eigentlichen Vertrag zu achten, aus Sicherheitsgründen empfiehlt sich auch hier die Paraphierung.

Allgemeine Geschäftsbedingungen
Zu beachten ist, dass häufig oder formularmäßig verwendete Vertragsmuster den Regelungen über Allgemeine Geschäftsbedingungen unterliegen, die seit 2002 im BGB zu finden sind.
Dafür ist es gleichgültig, ob die Texte in (käuflichen) Vertragsformularen enthalten sind oder als mehrfach gleiche „Bausteine“ dem Computer entnommen werden. Für den Verwender derartiger AGB bestehen zahlreiche Gefahren der Unwirksamkeit solcher Vertragsregeln. Zu seinen Lasten gehen beispielsweise alle Unklarheiten im Text.

Pachtsachenbeschreibung
Nach § 585b BGB sollen die Parteien zu Vertragsbeginn eine genaue Beschreibung der Pachtsache anfertigen und gemeinsam unterschreiben. Dies ist unbedingt zu empfehlen, da nur so ein unstreitiger Zustandsbericht des Vertragsgegenstandes bei –beginn vorhanden ist. Dann kommt es bei der Rückgabe nach Vertragsende sehr viel weniger zum Streit.
Sinnvollerweise sollte man bei größeren Einheiten stets einen landwirtschaftlichen Sachverständigen mit der Erstellung der Beschreibung beauftragen.
Rechtzeitig beantragt kann man die Erstellung bei Weigerung der anderen Seite sogar gerichtlich durchsetzen.