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Ehegattenhof


Die folgende Darstellung soll nur einen Überblick geben und kann eine genaue Prüfung der Sach- und Rechtsfragen im Einzelfall nicht ersetzen.

Einzig beim Ehegattenhof besteht die Möglichkeit eines Hofeseigentums mehrerer Personen, § 1 Abs. 1, Abs. 2 HöfeO. Das gesetzliche Erbrecht regelt sich nach § 8:

Grundsätzlich erbt der überlebende Ehegatte den Anteil des Erstversterbenden, ohne Rücksicht auf seine Wirtschaftsfähigkeit (§ 6 Abs. 6 Satz 2) und gleichviel, um welche Art Ehegattenhof es sich handelt, auch ohne Rücksicht auf die (möglicherweise) unterschiedlichen Größen und Wertanteile der Ehegatten-Beteiligungen am Hof (Vollerbfolge). Die weichenden Erben sind bezogen auf den vererbten Teil abfindungsberechtigt.

Der überlebende Ehegatte hat anschließend über die gesamte Besitzung volle Testierfreiheit. Beide Ehegatten können aber auch (gemeinsam) einen Dritten als Hoferben bestimmen oder eine solche Bestimmung gemeinsam wieder aufheben (§ 8 Abs. 2 Höfe0).

Besonderheiten ergeben sich, wenn der Hof Ehegatten in fortgesetzter Gütergemeinschaft (§§ 1483 ff. BGB) gehört, § 8 Abs. 3 Höfe0. Dann gilt seit der Höferechtsnovelle 1976 auch hier der Grundsatz der Fortsetzung der Gütergemeinschaft nach Tod des Erstversterbenden. Erst mit Tod des Letztversterbenden tritt der Hofeserbfall ein und die weichenden Erben haben Abfindungsansprüche.